GRUNDPRINZIPIEN
Laut Definition ist Medizin all das, was man zum Behandeln, Pflegen, Heilen und Genesen braucht.
Daher ist Homöopathie eine Medizin, wie sie heute sowohl von der Weltgesundheitsorganisation als auch von der EWG anerkannt wird.
Die Homöopathie gehört zur Naturheilkunde, weil sie tierische, pflanzliche und mineralische Substanzen verwendet.
Es handelt sich um eine sanfte Medizin. Hahnemann testete als erster die Möglichkeit, einen Tropfen Urtinktur aus einem pflanzlichen Extrakt in einem Trägerstoff – meist einem Wasser-Alkohol-Gemisch – zu lösen. Durch weitere sehr starke Verdünnungen wurde ein derart geringhaltiges Arzneimittel hergestellt, das zwar wirkungsvoll, aber niemals für den Organismus schädlich ist. Hahnemann merkte nämlich, dass die Patienten umso schneller heilten, je geringer die ihnen verabreichte Dosis war. Die Genesung war dabei schnell, sicher und „sanft“.
Hierzu sei daran erinnert, dass die Medizin im 18. Jahrhundert ziemlich heftige Behandlungsmethoden wie starke Abführmittel, Aderlass und andere traumatisierende Prozeduren einsetzte. Außerdem werden selbst heute noch die meisten Medikamente dazu genützt, um die Symptome schnellst möglich zu „unterdrücken“ und nicht um die Krankheit zu behandeln.
Hahnemann stellte jedoch fest, dass nach der Verdünnung unbedingt eine Dynamisierung erfolgen musste, ein für die Homöopathie charakteristisches Verfahren, das aus einer bestimmten Anzahl an „Schlägen“ besteht, bei denen das Gemisch geschüttelt wird. Diese Schläge haben die Fähigkeit, die Struktur der behandelten Substanz zu verändern und die latenten medizinischen Eigenschaften zu energisieren.
Die besonderen Eigenschaften, die die natürlichen Elemente in homöopathischen Arzneimitteln annehmen, sind also auf einen Vorgang zurückzuführen, der „Dynamisierung“ heißt und auf die Verdünnung folgt. Durch diesen Vorgang kann man die therapeutischen Eigenschaften der in der Natur vorhandenen Substanzen „potenzieren“ bzw. befreien.
Dabei ist es wichtig, eines der seit jeher bestehenden Grundprinzipien der Medizin vor Augen zu behalten:
„Erstens keinen Schaden zuführen“! Es ist wichtig daran zu denken, da aus internationalen Statistiken hervorgeht, dass zu den häufigsten Todesursachen gerade die Folgeerscheinungen von pharmakologischen Therapien gehören.
Homöopathie ist also eine Naturheilkunde, eine sanfte aber wirksame Medizin, bei der die Heilmittel in kleinsten Mengen verabreicht werden und gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip den Heilprozess des Organismus anregen.