WAS IST HOMÖOPATHIE?
„Homöo... was?“
Obwohl tausende Arzneimittel in Italien die Aufschrift „Homöopathie“ tragen, wissen die meisten Personen nicht, worum es sich bei dieser Behandlungsform, die in Griechenland ihre Wurzeln hat, überhaupt handelt.
Der erste Homöopath soll nämlich Hippokrates, der größte Arzt aller Zeiten gewesen sein.
Das Wort „Homöo-pathie“ setzt sich aus zwei griechischen Wörtern zusammeng: homoios (ähnlich) und pathos (Schmerz, Krankheit). Wie es Hippokrates vor einigen Jahrtausenden ankündigte, stützt sich die Homöopathie auf das Prinzip „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“ (similia similibus curantur).
Einige Jahrhunderte später entwickelte auch der berühmte Arzt Paracelsus eine ähnliche Theorie, doch es verging noch viel Zeit bis die Ideen dieser beiden großen Ärzte der Vergangenheit von einer anderen wichtigen Persönlichkeit wiederentdeckt, geschätzt und verbreitet wurden, nämlich von
Samuel Hahnemann.
Hahnemann wurde 1755 in Meißen geboren und war ein gewissenhafter und aufmerksamer Arzt. Als er eines Tages ein altes Medizinbuch las, wurde er sofort darauf aufmerksam, dass die Arbeiter beim Anbau von Chinin (eine gegen Malaria eingesetzte Pflanze) an malariaähnlichem Fieber erkrankten. Also beschloss Hahnemann, die Wirkung von Chinin an sich selbst zu testen, indem er große Mengen davon einnahm. Dabei entdeckte er, dass die gleiche Substanz, die gegen Malariafieber wirkte, bei einer Einnahme großer Mengen dieselbe Art von Fieber „verursachte“.
Mit anderen Worten entdeckte er einen ähnlichen Ansatz wie bei der modernen „Impfung“.
Hahnemann, seine Schüler und seine Anhänger führten ähnliche Experimente mit hunderten von anderen Substanzen durch. Die Ergebnisse wurden in seinem Organon (Liste der Mittel und ihrer Einsetzung), dem ersten Verzeichnis in der Geschichte der Homöopathie, veröffentlicht.
Die Forschung und Experimente mit tausenden Personen wurden von der Zeit Hahnemanns bis heute ununterbrochen weitergeführt.
Die homöopathische Medizin wird von der Schulmedizin stark kritisiert. Ganz speziell soll laut Schulmedizin die Homöopathie nur dann gute Resultate erzielen, wenn sie eine Placebo-Wirkung hervorruft, d.h. auf rein psychologischer Ebene wirken. Als Antwort darauf könnte man auf Folgendes hinweisen: Wenn es einerseits stimmt, dass die Wirkung eines homöopathischen Mittels noch nicht vollständig wissenschaftlich erklärt wurde, so kann man Millionen therapeutischer Resultate bei Erwachsenen, Kindern, Tieren und sogar Pflanzen nicht länger als Placebo-Wirkung betrachten.
Also wenn die Homöopathie „nichts“ wäre, dann würde entweder „nichts“ eine Wirkung erzielen oder es besteht eine Kritik an etwas, das man nicht kennt.